Dr. h.c. Alfred Tobler (1845-1923)

Während 30 Jahren lebte Alfred Tobler in Heiden. Er wird 1845 in Teufen als Sohn einer armen Schulmeisterfamilie geboren. Schon als Junge singt er in St. Galler Wirtshäusern, um Geld zu verdienen. Hier entdeckt ihn Ferdinand Huber, ein bekannter Komponist.

Alfred Tobler kann die Kantonsschule besuchen und Theologie studieren. Das Singen bleibt seine grosse Leidenschaft. Er gibt den Pfarrerberuf bald auf und wird ein gefeierter Konzertsänger. Als seine Frau stirbt, kehrt er der Sängerlaufbahn den Rücken zu. Er kommt in seine Heimat, das Appenzellerland, zurück.
1890 zieht er nach Heiden. Er ist jetzt als Schriftsteller und Forscher auf heimatkundlichem Gebiet tätig. Seine Liebe zum Singen und zur Musik verliert er nicht: Er sammelt Lieder und befasst sich mit der Appenzeller Volksmusik. 1914 verleiht ihm die Universität Zürich den Ehrendoktor «für die unermüdliche Forschung von Wort und Weise, Sitte und Geschichte seiner appenzellischen Heimat». 1923 stirbt der als fröhlich und humorvoll beschriebene und weit herum bekannte Sängervater Tobler in seinem Heim im Stapfen.

Aus seinem Nachlass stammt eine ganze Reihe der in diesem Museum ausgestellten Möbelstücke.

Lesen Sie hier die (gekürzte) Biographie von Oskar Alder über Alfred Tobler (PDF,2.6MB)