Albrecht von Graefe

(* 22. Mai 1828 in Berlin; † 20. Juli 1870 in Berlin) begründete mit weltweiter Auswirkung das Fach der Ophthalmologie (Augenheilkunde) und machte Heiden als Kurort weltberühmt, so dass Heiden sich seiner in Dankbarkeit erinnert.

Das voralpine Klima, der weite Blick zum Bodensee, das satte Grün der Wiesen und die staubfreie Luft bewogen ihn, über viele Jahre in den Sommermonaten in der «Curanstalt zum Freihof» seine Praxis aufzuschlagen. Noch heute erinnert im Waldpark ein Gedenkstein an Albrecht von Graefes heilsames ärztliches Wirken und an seine Pionierrolle in der Medizin.

1866 wurde Albrecht von Graefe Direktor der augenärztlichen Abteilung der Charite in Berlin. Seine grösste Leistung war die Erfindung der Iridektomie zur Behandlung des akuten Grünen Stars (Glaukom). Verschiedene Fachbegriffe tragen seinen Namen, wie das Graefe-Syndrom, der Graefe-Fleck oder der Graefe-Reflex. 2004 feierte die von ihm gegründete Fachzeitschrift «Archiv für Ophthalmologie» ihr 150jähriges Bestehen.

 

Als Albrecht von Graefe erst 42jährig starb, hatte er ein neues medizinische Fachgebiet begründet, vielen Zeitgenossen - wobei er keinen Unterschied zwischen Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft machte – ihr Sehvermögen zurück gegeben und entscheidend dazu beigetragen, dass Heiden als Kurort rund um den Globus bekannt wurde.

 

Eine Sonderausstellung im Historischen Museum Heiden widmet sich im Sommer 2009 der Verdienste des bahnbrechenden Ophthalmologen, und im Jahre 2010 wird Heiden vier seiner berühmten «Söhne» gedenken, ist es doch das 140. Todesjahr von Abrecht von Graefe, das 110. Todesjahr von Heinrich von Herzogenberg, das 100. Todesjahr von Henri Dunant und das 40. Todesjahr von Carl Böckli.

Hanns-Albrecht von Graefe, Heerbrugg

Urenkel von Albrecht von Graefe

 



Der Gedenkstein für Albrecht von Graefe in idyllischer Lage im Waldpark