Carl Böckli
(1889-1970)
Karikaturist mit spitzer Feder

Carl Böckli hat über rund 50 Jahre hinweg Ereignisse und Personen der Gegenwart unter anderem im «Nebelspalter», einem Satiremagazin, karikiert. Er hatte eine klare Linie. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen fanden in seinen Arbeiten in Bild und Text einen zeitkritischen Ausdruck.
      Bö kämpfte im Umfeld des 2. Weltkriegs mit den Waffen des Karikaturisten gegen Faschismus, Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus, zielte auf das, was man «Torheiten der Zeit» nennen könnte: vom Sportbetrieb über Modeströmungen, von kleinbürgerlichen Einstellungen bis zum überdauernden Wirken der staatlichen Bürokratie.
      Er wehrte sich gegen das passive Wegschauen, Windfahnencharakter - aber auch gegen den wahnhaften Fort-schrittsglauben, er karikierte ironisch die Emanzipationsbewe-gungen der Frauen, den fast blinden Glauben an die modernen Technologien oder das veränderte Freizeitverhalten.
       Aber er war auch Kämpfer gegen die zunehmende Motorisierung, den überhandnehmenden Strassenverkehr und das Rowdytum auf den Strassen, gegen die Luft- und Gewässerverschmutzung, die masslose Verbauung unserer Landschaft, gegen den überbordenden Tourismus mit dem Bau von Bergbahnen auf (fast) jeden Gipfel.
     In der Rückschau wird sein Werk zu einer kritischen Chronik, welche die Geschichte der Schweiz in seiner Zeit schlaglichtartig dokumentiert.

Bö ‒ hereingelegt! Die Audienz bei der Königin von Holland
Hier der Filmbeitrag von art-tv zur Bö-Ausstellung
Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz
Tagblatt-Artikel zur Vernissage von Werner Meier


Das Museum Heiden ist Sitz des Bö-Archivs und der Bö-Stiftung.
In einem eigenen Raum findet der Besucher eine Daueraus-stellung über den Karikaturisten. Original-Karikaturen und Briefe, Dokumente, Zeitzeugnisse, historische Abrisse und Sammelbände des «Nebelspalter» aus der Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg ergeben aufschlussreiche Einblicke in das Leben, Denken und Kritisieren des grossen Satyrikers.
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